AN(GE)DACHT

An(ge)dacht Oktober / November 2017

Wo bist du, Gott?

Überraschende Begegnungen

Gott kann man nicht sehen. Das macht das Glauben manchmal schwer. Als der Prophet Mose Gott sehen wollte, bekam er genau dies zur Antwort: „Kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben.“ Aber dann gestattete er Mose doch, wenigstens hinter ihm her zu sehen.

Ich stelle mir vor, dass Mose gerade noch so den Saum seines Mantels blitzen sehen konnte. Und ich glaube, dass ich bis heute ab und zu das Blitzen dieses Mantels sehen kann: Dort, wo Gott gerade eben vorüberging.

Wo der Anblick eines spielenden Kindes mir ein Lächeln aufs Gesicht zaubert,
da ist Gott.

Wo eine Mutter oder ein Vater ihr Kind tröstend in den Arm nehmen,
da ist Gott.

Wo zwei Menschen sich nach langem Streit wieder versöhnen können,
da ist Gott.

Wo zwei bislang verfeindete Staatsmänner sich zum Frieden die Hand reichen,
da ist Gott.

Wo es mich überraschend glücklich macht, teilen zu können,
da ist Gott.

Wo Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammen lachen können,
da ist Gott.

Überall wo Menschen sich nach Frieden und Gerechtigkeit sehnen und beginnen, Brücken zu bauen,
da ist Gott.

Wo der Anblick eines sonnigen Gartens die Wolken meiner Seele vertreibt,
da ist Gott.

Wo mir das Wohl von Menschen und Natur plötzlich wichtiger wird als mein Profit,
da ist Gott.

Wo ein alter Mensch dankbar lächelt, weil ein junger sich um ihn bemüht,
da ist Gott.

Wo zwei oder drei in Jesu Namen zusammen sind,
da ist Gott.

(Text und Bild von radio m, Hörfunkagentur der EmK, www.radio-m.de)

In unseren Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen suchen wir Gott, und wir finden ihn auch. Auch Sie sind / Du bist eingeladen, mit uns zu suchen und zu finden.

Thomas Härtel, Gemeindepastor