Geschichte

Fast alles ist im nächsten Moment

Und so nahm es seinen Anfang!

Das methodistische Ehepaar Karl Schmidt und Gattin ist aus Brückla bei Hohenleuben nach Gera gezogen. In ihre Wohnung, Ferbers Anbau 5, kam regelmäßig Frau Schaller, die aus Wildetaube zugezogen war, zum Gebet. Im Frühjahr 1879 hielt Prediger C. Schell aus Waltersdorf den ersten Gottesdienst und schon im Herbst wurde Gera Filialgemeinde von Waltersdorf.

Ein Jahr später begann die Arbeit mit einer Sonntagschule und 1885 wurde eine Chorarbeit ins Leben gerufen. Wenig später bildete sich ein Posaunenchor, der bis 1965 bestand. Diese Arbeit konnte dann in Bad Klosterlausnitz fortgesetzt werden.

In Johannes Hilpert erhielt die Gemeinde 1894 einen eigenen Prediger und 1896 wurde Gera und Zeitz zu einem selbständigen Bezirk und zählte 1907 mit Caaschwitz 199 Mitglieder.

Die Gemeinde musste in den ersten Jahren ihres Bestehens den kirchlichen Versammlungsraum wiederholt wechseln. Er befand sich 1880 in der Bauvereinsstraße 23 und 1882 in der Schulstraße. Dann hatte die Gemeinde von 1884 an ihren Gemeindesaal zwölf Jahre in der Hospitalstraße 23, bis sie 1896 in die Agnesstraße 4, dann Zschochern (Grüner Baum) und Färbergasse 8 umzog. Hier wurde das 25-jährige Bestehen gefeiert. Noch einmal wechselte man für kurze Zeit ins Hotel Kronprinz.

Der Wunsch der Gemeinde war es, ein eigenes Grundstück zu besitzen. 1911 kaufte man es in der Schillerstraße 3. Hier wurde die so dringend benötigte Kirche gebaut, die von der Gemeinde große finanzielle Opfer abverlangte. Ursprünglich gab es ganz andere Vorstellungen zum Lageplan der Kirche. Aber nur die heute noch bestehende Lage führte zu einer Genehmigung des Bauvorhabens.

 

Am 17. März 1912 fand dann die Einweihung statt. Die Gemeinde versammelte sich an diesem Tag zu drei Gottesdiensten. Superintendent Wunderlich aus Zwickau vollzog die Weihe des Gotteshauses. Sänger aus Greiz, Leipzig, Zeitz und Gera sangen zur Ehre des Herrn.

Dann kam der erste Weltkrieg. Er brachte große Not für die Gemeinde. Gefallenen- und Vermisstenmeldungen, Arbeitslosigkeit und Hunger zogen ein. Trotzdem brachte die Gemeinde auch in dieser Zeit große Opfer finanzieller Art.

Aus den Berichten der Vierteljahrskonferenzen geht hervor, dass sonntags zwei Gottesdienste gehalten wurden. Der Abendgottesdienst war besser besucht als der Morgengottesdienst. Die Bibelstunde besuchten ca. 50 Geschwister.
Im Herbst 1927 fand ein großes Kreissängerfest statt. Am Hauptgottesdienst im großen Saal der damaligen "Heinrichsbrücke" nahmen ca. 800 Personen teil.
(Die Kirche ist links hinter dem Wohnhaus angebaut worden. Links sehen Sie den Eingang zum Kirchraum.)

1929 beging die Gemeinde ihr 50-jähriges Jubiläum. Sie lobte am Jubiläumstag in drei Gottesdiensten unter dem Psalmwort: "Der Herr hat Großes an uns getan, des sind wir fröhlich". (Psalm 126,3)

Innenansicht Kirche, Altar
Innenansicht Kirche, Altar

Krieg und Veränderungen

Es kam der zweite Weltkrieg und brachte wieder Leid und Not. Obwohl auch in Gera einiges zerstört wurde, blieb unsere Kirche unversehrt.

1956 erfolgte ein Umbau im Inneren der Kirche. Der Treppenaufgang zur Empore und die Lichtzentrale wurden verlegt, Altar und Kanzel neu gestaltet und neue Beleuchtungskörper angebracht.

1953 trennte sich Zeitz von Gera und wurde ein eigener Bezirk. 1970 erfolgte die Zusammenlegung zweier Bezirke. Gera/Bad Klosterlausnitz und Weida/Braunichswalde bilden den noch heute bestehenden Gemeindebezirk.

1971 war es möglich, den ersten Allianzkindergottesdienst zu halten.

 

Feste feiern

Vom 29. Oktober bis 5. November 1972 feierte die Gemeinde 60 Jahre Friedenskirche. In den Veranstaltungen der Festwoche hielten die ehemaligen Pastoren vom Gemeindebezirk Gera die Ansprachen. Im gleichen Jahr wurde auch das neue Gesangbuch der EmK eingeführt.

Erstmals wurde am 22. Mai 1973 eine Zusammenkunft der Männerarbeit organisiert. Themen waren "Gottes Ordnung für den Ehemann und Gottes Ordnung für die Eltern". Römer 12,1-2 wählte man als Mahnung und Wegweisung für diese Arbeit.

1976 kamen ca. 200 junge Menschen zum Distriktsjugendtag nach Gera. Noch einmal versammelten sich ca. 260 junge Leute zum gleichen Anlass 1980 in unserer Kirche.

Im Juni 1977 nahmen 90 Sänger am Festgottesdienst in unserer Kirche teil, dem ein Kreissängerfest vorausgegangen war.

Mit Bischof Armin Härtel wurde am 4. November 1979 die Festwoche zum 100-jährigen Bestehen der Gemeinde eröffnet. Sie fand ihren Abschluß mit einem Abendmahlsgottesdienst und Predigt von Superintendent Karl Meier am 11. November.

Am 27. Oktober 1985 folgte das 100-jährige Chorjubiläum. Der Festgottesdienst zählte 130 Besucher, sowie Sänger des Bezirkes und aus Zeitz. Zitat aus dem Bericht an die BK vom 22. März 1986: Eine Bewertung wie "in früheren Zeiten" ist sicherlich nicht nur nostalgisch zu verstehen, sondern entspricht echter Bewegtheit.

Am 1. November 1987 stand als Motto für den Festgottesdienst 75 Jahre Friedenskirche: "Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt". (Psalm 26,8) Die Predigt hielt Bischof Dr. Rüdiger Minor.

Umgestaltung

Über lange Jahre zeigte sich das Heizen der Kirche als ein Problem. Ein neuer Heizkessel konnte nicht eingebaut werden, weil die Voraussetzungen nicht erfüllbar waren.

1984 bekam die Kirche Gasaußenwanderhitzer, die 1994 von einer elektrischen Heizung abgelöst wurden.
In dieser Zeit wurde auch der Kirchenraum umgestaltet. Die hohe Kanzel hinter dem Altar wurde umgearbeitet und an die Seite gestellt. Bänke sind reduziert und heller gemacht worden.

 
Innenansicht Kirche
Innenansicht Kirche

Am 14. November 1993 erhielt die Gemeinde ein Orgelpositiv als Geschenk von der Gemeinde Plüderhausen. Alle Kosten für Abbau, Transport und Aufbau übernahm die Partnergemeinde Nürtingen.

Ein Umbau der Parterrewohnung zu Gemeinderäumen konnte 1995 geschehen.

Im Jahr 2003 wurde die immer kleiner werdende Gemeinde in Weida aufgelöst. Heute konzentriert sich die Arbeit auf dem Bezirk auf Gera, Bad Klosterlausnitz und Braunichswalde.

2003 stand die dringende Sanierung der Pastorenwohnung an. Die dafür benötigten Mittel brachte der Gemeindebezirk aus Spenden, Darlehn und Krediten auf.

Gemeindeleben heute

Das Gemeindeleben ist überschaubar. Neben den sonntäglichen Gottesdiensten mit Kindergottesdiensten gibt es Bibelstunden, Seniorennachmittage, Kirchlichen Unterricht und einen Gesprächskreis.

Darüber hinaus ist die Gemeinde bei ökumenischen Projekten, wie der BUGA 2007, der Ökumenischen Akademie Gera - Altenburg, der Allianz und in der ACK vertreten.

Sicher ließe sich noch so manches erwähnen.

Nicht unerwähnt soll das 125jährige Jubiläum der Gemeinde bleiben, welches vom 29.-30.01.2004 gefeiert wurde.

So, nun sind sie am Ende der geschichtlichen Darstellung angelangt.

 

Übrigens, jeder ist zu unseren Veranstaltungen herzlich willkommen!!! - auch Sie.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Seniorenkreis Gera
Seniorenkreis Gera

Zum Abschluss finden Sie noch ein Bild vom Juni 2004 unseres Seniorenkreises in Gera.  
In angenehmer Atmosphäre sprechen wir über Fragen des Glaubens, biblische Texte und  des Alltags.